Korrekturpferde – eine Herzensangelegenheit

Wiebke Bankowski bildet Sport- und Freizeitpferde aus. Sie hat ihren Stall auf der Anlage des Vielseitigkeitsreiters Andreas Dibowski in der Nähe von Luhmühlen in Niedersachsen. Dort trainiert sie Pferde jeden Alters, legt ihren Schwerpunkt aber auf die Arbeit mit Korrekturpferden. Zum Beispiel Signum: Der Wallach hatte sich vom unkomplizierten, aufgeschlossenen Jungpferd zu einem gestressten und rundum verspannten Fünfjährigen entwickelt – was war passiert?

 

Abwehrverhalten und Verweigerung hat oft körperliche Ursachen

„Das Vertrauen von ´schwierigen´ Pferden zu gewinnen und sie zur Mitarbeit zu motivieren, ist mir eine Herzensangelegenheit“, begründet die Ausbilderin ihren Anreiz, einen häufig steinigen Weg zu gehen. Mit umfangreichen Kenntnissen über die Anatomie, Biomechanik und dem Organismus von Pferden versucht sie nicht, anspruchsvolle Pferde auf die Schnelle „hinzubiegen“. Stattdessen macht sie sich auf die Suche nach den häufig physischen Gründen für Abwehrverhalten und Verweigerung der ihr anvertrauten Pferde.

 

Signums (Aus)Weg

„Siggi“ kam dreieinhalbjährig zu Wiebke und war lieb, vertrauensvoll und unauffällig. In der Arbeit wirkte er der schlaksige Wallach, als hätte er seinen heranwachsenden Körper noch nicht wirklich unter Kontrolle. Mit vielen Trainingspausen arbeitete Wiebke ihn behutsam weiter, aber auch als Fünfjähriger hatte er bei altersentsprechender Ausbildung nur wenige echte Lernfortschritte erzielt.

Was auch immer die Ausbilderin probiert hat: Siggi mochte sich nicht reell an den Zügel strecken, die Ganaschen freimachen und die Nase vor der Senkrechten tragen. Er wurde Problempferd - zeigte immer stärkere Abwehr schon beim Satteln und Trensen, verspannte und zappelte immer mehr beim Reiten.

Wiebke hat diverse Fachleute zu Rate gezogen, die einige Ansatzpunkte gefunden und erfolgreich behandelt haben. Trotzdem zeigte sich der Wallach mehr und mehr gestresst und „gegen Alles“. Er entwickelte einen massiven Unterhals, Schultern und Rücken wurden immer fester, seine Anspannung mündete in einer Hufgelenk-Entzündung.

 

Ab in die Klinik

Ratlos fuhr sie mit ihrem Pferd zu Dr. Augusto Fernandez Vergano in die Tierklinik nach Warendorf-Milte. Er sah sich das Genick von Signum sehr genau an und kam zu dem Schluß, er habe sich als Jungpferd überschlagen und dabei einen Vorfall im Genick zugezogen. Der Arzt attestierte unter anderem ein verkalktes Nackenband als Ursache für das Abwehrverhalten und die Verspannungen des Wallachs.

 

Schlüsselstelle Genick

Sollte er eine Zukunft als Reitpferd haben, musste Siggi im Genick Muskulatur aufbauen, um das beschädigte Nackenband zu entlasten. Wie sollte das gehen, wo er durch seine Verspannung die Muskeln doch an den falschen Stellen aufbaute? Den beiden kam eine Empfehlung zur Hilfe. Kurz bevor Wiebke in die Tierklinik gefahren ist, hat sie den genickschonenden NeXaver Trensenzaum zum Testen bekommen. Sobald der Tierarzt grünes Licht für die Wiederaufnahme des Trainings gegeben hatte, zäumte sie ihn mit der neuen Trense.

 

Reaktion sofort

Signum reagierte umgehend auf den druckentlastenden Zaum: Kein Kopfschlagen, kein nervöses Ohrenwackeln mehr. Er begann, sich an den Zügel zu strecken und ließ seinen Nacken, unterstützt durch die sanften Impulse des hinteren Genickriemens, in die natürliche Nickbewegung fallen. Im Laufe weniger Wochen baute der Braune Nacken- und Bauchmuskeln auf, der Unterhals verschwand. Siggi läuft nun in Aufrichtung und kaut entspannt auf dem Gebiss.

„Ähnlich positive Erfahrung habe ich auch mit anderen Pferden gemacht, die ich mit der NeXaver Trense geritten bin“, bestätigt die Trainerin. „Bei Pferden, die sich durch Engmachen und Einrollen den Hilfen entziehen, unterstützt der Impuls des hinteren Genickriemens auf den Halswirbel eine Öffnung des Genicks. Die Nase kommt vor, der Reiter kann Verbindung aufnehmen.“

 

Nachhaltiger NeXaver Effekt

Unsere Nexaver Trensen mit doppeltem Genickriemen sind aktuell von der LPO noch nicht zur Verwendung auf Turnieren Natürlich bemühen wir uns, diese Zulassung zeitnah zu erhalten. Wiebke und andere Reiter haben uns aber bestätigt, dass das Wohlgefühl ihrer Pferde und die daraus resultierende Losgelassenheit auch anhält, während sie auf einem Turnier mit ihrer „normalen“ Trense reiten.

Wiebke Baranowski gehört mit ihrem Engagement für Korrekturpferde zu den Reitern, die unsere NeXaver Produkte schon im Entwicklungsstadium testen und mit ihren Erkenntnissen zu unserer Entwicklung beitragen.

Zu Wiebke Baranowskis Webseite: https://www.wiebkebankowski-propferd.com/

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